Ausflug nach Santa Cruz de La Palma
La Palma

Ausflug nach Santa Cruz de La Palma

Wer La Palma besucht, der tut dies vermutlich in erster Linie wegen der wunderschönen Landschaft, der wilden Natur und den ausgezeichneten Wandermöglichkeiten. Doch auch wenn La Palma hauptsächlich dafür berühmt ist, sollte man einen Besuch der Hauptstadt auch nicht auslassen.

Das 1493 gegründete Santa Cruz de La Palma zählt heute rund 16.000 Einwohner. Von Beginn an hatte der Hafen eine große Bedeutung für die Stadt, vor allem aufgrund seiner Lage auf der Handelsroute zwischen Europa und Amerika. Im 16. Jahrhundert zählte er zu den größten Seehäfen Europas.
Bis heute hat sich die Stadt viel vom ehemaligen Glanz bewahrt. Besonders das historische Stadtzentrum mit seinen Palästen, Denkmälern und Kolonialbauten ist ein wertvolles Erbe der damaligen Zeiten. Es wurde von der spanischen Regierung zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt. Am besten entdeckt man die Stadt bei einem Spaziergang durch ihre malerischen Gassen.

Die kopfsteingepflasterte Hauptstraße Calle Real ist ein geeigneter Ausgangspunkt, da in der Nähe alle Plätze und Gebäude von Interesse zu finden sind. Zudem lädt sie mit zahlreichen Geschäften und Boutiquen in bunten, kanarischen Reihenhäusern zum Bummeln ein. Das Straßenbild prägen vor allem die alten Häuser im Kolonialstil, wie zum Beispiel das Casa Salazar oder das Casa Garcia Carballo.
Der Plaza de España, gelegen an der Calle Real, ist sowohl geografisch gesehen der Mittelpunkt der Altstadt, als auch religiös und gesellschaftlich. Er wird eingerahmt von dem prunkvollen Rathaus, hübschen Wohnhäusern wie dem Casa Monteverde und der Iglesia Matriz de El Salvador. In der Mitte throhnt das Denkmal von Manuel Hernández Díaz, einem ehemaligen Pfarrer, der zu Lebzeiten viel zur Kultur, Politik und Bildung in der Stadt beitrug. Der Plaza wird von Kennern oftmals als der schönste der Insel betitelt.
Weiter nördlich befindet sich die Placeta de Borrero, eingefasst von hübschen ursprünglichen Wohnhäusern. Hier befinden sich einige Cafés und Restaurants. Bei einem süßen Barraquito oder einem harzigen Vino de Tea, einem typisch palmerischen Rotwein, wird hier getratscht, gelacht und die Zeit genossen.

Die Altstadt wird im Norden begrenzt durch den Plaza de la Alameda. Hier befindet sich das Schifffahrtsmuseum mit dem eindrucksvollen Denkmal Barco de la Virgen, einem Nachbau der Santa María, mit der Kolumbus damals in See stach.
Anschließend gelangt man zurück über die Avenida Marítima, die malerische Küstenpromenade, die sich bis zum Hafen in den Süden der Stadt zieht. Man passiert dabei die Burgmauern des Castillo de Santa Catalina, das ursprünglich zur Verteidigung der Stadt errichtet wurde. Außerdem ist die Avenida Marítima berühmt für die Bauten mit wunderschönen Holzbalkonen, aufwändig dekoriert mit Blumenarrangements in leuchtenden Farben.

Den Ausflug in die Hauptstadt sollte man natürlich mit einem reichhaltigen Abendessen ausklingen lassen. In La Palma findet man alle typischen Gerichte der kanarischen Küche. Neben den salzigen Papas arrugadas mit würzigen Mojo-Saucen und dem Allroundtalent Gofio gibt es vor allem deftige Eintöpfe mit Fleischeinlage, Gemüse und frischen Kräutern. Besonders beliebt ist außerdem die Sopa de Picadillo, eine Hühnerbrühe mit Ei, Croutons und Minze. Zum Nachtisch wird gern Bienmesabe (zu deutsch „Schmeckt mir gut“) serviert, eine süße Mandelcreme mit Zitrone und Zimt. Zum Essen darf natürlich einer der vollmundigen palmerischen Weine nicht fehlen. Der schmeckt an einem lauen Sommerabend auf der Placeta de Borrero sogar doppelt so gut.

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