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Wüstenwind Calima: So schützen Sie sich im Kanaren-Urlaub

Wüstenwind Calima auf der Kanaren-Insel Gran Canaria
Wüstenwind Calima auf der Kanaren-Insel Gran Canaria

Als Calima (auf Deutsch manchmal auch Kalima genannt) bezeichnet man eine spezielle Wetterlage mit Ostwind auf den Kanaren sowie den Kapverdischen Inseln. Bei einem Calima handelt es sich um einen Wüstenwind, der Sand und Staub aus der afrikanischen Sahara bis zu den Kanaren weht. Von den Einwohnern der Kanarischeln Inseln wird der Calima daher auch als Bruma seca bezeichnet. Besonders stark „trockener Neben“ bedeutet. Aufgrund ihrer geografischen Lage sind die östlichen Kanareninseln Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria in der Regel besonders stark vom Calima betroffen. Die westlichen Inseln La Palma und El Hierro sind dagegen weniger von dem unangenehmen Wetterphänomen betroffen.

So schützen Sie Ihre Gesundheit vor dem Calima-Wüstenwind auf den Kanaren

Ein Calima tritt meistens in den Sommermonaten von Juni bis September auf und sorgt dann für sehr heiße Temperaturen von über 40 Grad auf den Kanarischen Inseln. Das Hochdruckgebiet zeichnet sich durch warme Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeit aus und lässt Windböen mit feinem Sandstaub über die Kanarischen Inseln ziehen, welche zu starken Stürmen heranwachsen können. Die Temperaturen steigen spürbar und die Luftfeuchtigkeit sinkt während dem Calima rapide ab. Mit Regen ist währenddessen meist nicht zu rechnen. Doch auch im Winter kann ein Calima auf den Kanaren auftreten, allerdings ist er dann glücklicherweise weniger heftig.

Die Auswirkungen eines Calimas auf die Gesundheit der Menschen ähneln denen eines Heuschnupfens. Der feine Staub belastet die Atemorgane und Schleimhäute. Die Menschen leiden unter einem trockenen Husten, die Nase läuft und die Augen tränen. Manchmal kann es sogar zu Schwellungen der Augen kommen. In besonders schlimmen Fällen kann ein Calima sogar Atemnot und Lungeninfektionen verursachen. Die Gesundheitsbehörden auf den Kanaren bitten daher vor allem Kinder, ältere Personen, Allergiker und Lungenkranke, Vorsicht walten zu lassen, sich bei dem Sandsturm möglichst nicht im Freien aufzuhalten und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auf Sport im Freien sollte während eines Calimas ebenfalls verzichtet werden. Besonders empfindliche Patienten sollten Mund, Nase und Augen schützen. Zudem sollten Sie bei diesem Sandsturm möglichst viel trinken.

Falls Sie im Kanarenurlaub Zeuge eines Calimas werden sollten, kann zudem eine Fahrt mit dem Bus oder Mietwagen in eine andere Inselregion zeitweise Linderung verschaffen. Auf Gran Canaria gibt es zum Beispiel an der Westküste viele Buchten, die sehr gut vor dem Wüstenwind geschützt sind. Auch in den Bergen kann es deutlich angenehmer sein, da dort meist weniger Staub in der Luft liegt.

 

 

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